überraſcht und ſah mich eine Weile mit einem prüfen⸗ den und lauernden Blicke an; dann legte er wieder die Hand auf meine Schulter.„Auch mein Wunſch iſt es, daß wir uns verſtehen. Du lebſt doch in— burg?“ Und er nannte den Namen meiner Heimatsſtadt.
„Allerdings“, antwortete ich,„ſchon ſeit langen Jahren.“
Wieder wurde er erregt.„Aber in— burg lebt noch Jemand, ich will den Namen nicht nennen. Du weißt, wen ich meine.“
„Ich kann es wohl errathen“, ſagte ich.„Du meinſt Deine Frau.“
„Alſo doch“, fuhr er wild auf, mäßigte aber ſo⸗ fort ſeine Stimme wieder.„Nun alſo, was läßt ſie mir ſagen durch Dich?“
„Sagen durch mich? Närriſche Frage! Nichts in der Welt, ich bin ſogar feſt überzeugt, daß ſie nicht die leiſeſte Ahnung von Deiner, Ankunft hat.“
„Und hat ſie nie von mir geſprochen?“
„Niemals, das kann ich auf Ehrenwort verſichern; ſie lebte als Wittwe.“
„Alſo war ich wirklich todt für ſie!“ Er ſagte das mit ſeltſam weicher Stimme und ſeine ſchroffe Haltung
war völlig in eine gebrochene übergegangen.„H ich habe es um ſie verdient!“ fuhr er fort.„Wie ſoll ſie


