Teil eines Werkes 
2. Bd. (1871)
Entstehung
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haben. Wer aber nicht mit mir iſt, der iſt wider mich! Schweigen, wo man reden ſoll, wenn man ein ehrlicher

Kerl iſt, ſchweigen, ſtatt ſeinen Freund gegen die

Gemeinheit in Schutz zu nehmen, ſolches Schweigen iſt eine gleich große Niederträchtigkeit!

Erlauben Sie, Herr von Thymian, ſagte ich einigermaßen erſtaunt über dieſe behende ſelbſtſüch⸗ tige Logik,das hieße doch wohl den Begriff der Freundespflicht etwas weit ausdehnen und dem freien eigenen Urtheil Gewalt anthun.

Aha, da haben wir es ja! Gewalt anthun, na⸗ türlich, weil Ihr löbliches freies Urtheil gegen mich iſt, we l Sie mein Feind ſind, weil ſie mit dieſer Meute von Hunden unter einer Decke ſpielen. Ich weiß ſchon, was Sie ſagen wollen und was Ihre Verſicherungen werth ſind. Man braucht allerdings nicht ſelbſt zu ſchreiben, aber man kann reden, man kann beeinfluſſen, man kann Material liefern, und das haben Sie ſicher⸗ lich redlich gethan, ſo ſicherlich, als Sie auch jetzt keine Luſt haben, dieſer Bande entgegenzutreten.

Ich bedachte mich einen Augenblick; die Gelegen⸗ heit wäre lockend geweſen, für ihn einzutreten und mit einem Schlage ſeine volle Gunſt zurückzugewinnen, um dann auch meine Herzensangelegenheit zu einem glück⸗ lichen Ende zu führen. Wer thut nicht gern für ſeinen