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Thymian, den ich bisher nicht in einem ſolchen Auf zuge geſehen hatte.
Als er mich erblickte, wollte er aufſpringen, aber er ſank zurück. Sein gelbes Geſicht färbte ſich tiefer und die großen unruhigen Augen traten aus ihren Höhlen.
„Was wollen Sie bei mir?“ krächzte er mit ſchnar⸗ rendem Tone, und ſeine Hände krallten ſich um die Lehnen des Armſtuhls.
„Ich hätte über Verſchiedenes mit Ihnen zu reden, Herr von Thymian“, ſagte ich mit aller Ruhe und Freundlichkeit und wollte fortfahren, aber er ließ mich nicht zu Worte kommen.
„Und ich habe mit Ihnen gar nichts zu reden!“ rief er.„Sie ſind ein Menſch, von dem ich weiß, was ich zu denken habe. Verſchonen Sie mich gefälligſt mit Ihrer Nähe!“
„Bitte, regen Sie ſich nicht auf, Herr von Thh⸗ mian“, begann ich wieder, ohne mich aus der Faſſung bringen zu laſſen.„Es iſt ſchade, daß ſich zuweilen die älteſten Freunde nicht mehr verſtehen können und ver⸗ ſtehen wollen. Was iſt denn auf Erden die Freund⸗ ſchaft werth, wenn ſie nicht Troſt und Hülfe in widri⸗ gen Erlebniſſen wäre? Echte Freundſchaft kann auch die Prüfung vorübergehender Verſtimmungen und Mißver⸗
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