Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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flüſterte ſie haſtig:Ach, daran knüpft ſich ein erſchüt⸗ ternder Roman meines Lebens, und ſeitdem kenne ich die Unzuverläſſigkeit der Männer. Ich erzähle es Ihnen einmal, wenn wir näher bekannt geworden ſind, aber nur in einer Dämmerſtunde, denn Sie dürfen es nicht ſehen, wenn ich dabei roth werden ſollte.

Ich erſchrak über dieſe rapiden Fortſchritte der Vertraulichkeit, aber es ſollte noch beſſer kommen.

Gleich darauf entſpann ſich eine lebhafte Discuſſion wegen des Theaters am heutigen Abend. Der Präſi⸗ dent ſelbſt erklärte auf ſeine Loge verzichten zu müſſen, da er geſchäftliche Abhaltung habe, ſeine Gemahlin klagte gleichzeitig über Migräne, die Mehrzahl der übrigen Gäſte hatte ſich berei's entfernt.

Aber Sie, lieber Freund, ſagte der Präſident plötzlich,könnten dem Fräulein einen großen Gefallen thun; ſie hat ſich ſo lange auf die neue Oper gefreut, und ich möchte um keinen Preis, daß ſie um dieſen ſeltenen Genuß käme. Bitte, begleiten Sie Fräulein Cöleſtine in unſere Loge.

Ich war überraſcht und verſuchte einzuwenden, daß ich kein Freund von neuen Opern überhaupt ſei, bevor ihr Erfolg und Werth feſtgeſtellt ſei.

O das muß man ſagen, rief Fräulein von Spatenkamp,ſolche Abende ſind ein Ereigniß und