Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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eigniſſen, die man doch nicht gerade ungewöhnlich nennen durfte. Die Hauptſache war dabei die Unzu⸗ verläſſigkeit der Männer im Allgemeinen natürlich ließ ſie überall Ausnahmen zu dann die Vorurtheile des alten Adels, von denen ſie Gott Lob ganz geheilt ſei, wie ſie wiederholt andeutete. Zwiſchendurch ließ ſie auch vorſichtig einfließen, daß ſie unter pſeudonymen Namen nicht ganz unbekannt als Schriftſtellerin ſei, und zwar habe ſie über die Erziehung der Kinder, über das Myſterium der chriſtlichen Ehe und über die Auf⸗ gabe der Frauen im Vergleich von Morgenland und Abendland umfangreiche Méditations geſchrieben. Doch gab ſie dieſe Mittheilung nur im engſten Vertrauen und unter der Bedingung ſtrengſter Discretion, auch ſtellte ſie mir, noch ehe ich die Bitte ausgeſprochen, die Zuſendung ihrer ſämmtlichen Werke in erfreulichſte Ausſicht.

Als wir uns wieder von der Tafel erhoben hatten, nahm mich der Präſident ohne Aufſehen heimlich bei⸗ ſeite und ſagte:

Nun, wie gefällt Ihnen Ihre Nachbarin?

Ich weiß nicht mehr, mit welcher mehr oder we⸗ niger verbrauchten Redensart ich antwortete.

O, ſagte er wieder,Sie ſind ihr zu großem Dank verpflichtet. Sehen Sie ja zu, daß Sie ihre