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Inſtituts, in welchem Mädchen und Frauen mit ge⸗ nügenden Vorkenntniſſen ihre weitere praktiſche Aus⸗ bildung zur Verwendung für das Poſtfach und Tele⸗ graphenweſen, für Kindergärten, Krankenpflege und Medicin, für verſchiedene Zweige des Handels, der In⸗ duſtrie und bildenden Künſte erhalten ſollten.
Ich warf mich mit Leidenſchaft auf dieſe alte Lieblingsidee und konnte ſchon nach wenig Wochen meine ausführliche Arbeit einreichen, ohne viel davon zu erwarten, da ich nicht ahnte, daß in hohen Kreiſen ſelbſt eine lebhafte Agitation dafür vorhanden war. Mein Grundgedanke war, wie geſagt, das weibliche Leben und Glück von den zufälligen äußern Begünſti⸗ gungen, von Schönheit oder Vermögen unabhängig zu machen und es gleichſam auf ſeine eigenen Füße zu ſtellen.
Endlich, um das Maß voll zu machen, erſchien eines Tages auch das materielle Glück in meiner be⸗ ſcheidenen Exiſtenz. Ich erhielt aus einer fernen Haupt⸗ ſtadt die unerwartete Nachricht, daß ein weitläufiger Verwandter, den ich kaum einmal im Leben geſehen hatte, mich zu ſeinem Univerſalerben eingeſetzt habe. Dieſe Ueberraſchung ließ mich inmitten der andern Erfolge eigentlich höchſt gleichgültig, ſie kam mir wie ein grauſamer Hohn des Schickſals vor, als wolle es


