Teil eines Werkes 
1. Bd. (1871)
Entstehung
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ſtänden und durch gewagte Börſenmanöver Rhrill⸗ am Ruin, liquidirte er plötzlich ſein Geſchäft und ent⸗

puppte ſich als ein reicher Mann. Gewiſſe Gerüchte

behaupteten, er müſſe heimliche Lotteriegewinne gemacht haben. So mochte es auch wohl ſein, und die bis dahin zweifelhafte Achtung ſchlug in lobpreiſende Be⸗ wunderung um, obgleich man ſich trotz alledem fern von ihm hielt und ſeinen Verkehr wie nach ſtillſchweigendem Uebereinkommen mied.

Seitdem lebte Herr von Thymian den Ge⸗ ſchäften fern nur ſeinen dilettirenden Lieblingsneigungen, und deren hatte er eine beträchtliche Anzahl. Zunächſt pfuſchte er in allen möglichen und unmög lichen Künſten. Er modellirte in Thon und Wachs die wunderbarſteu Gruppen, Vaſen und Ornamente, mit denen er jeden Winkel ſeines Hauſes ſchmückte, dann malte er rieſige Bilder nach vorhandenen Kupferſtichen und verehrte ſeine Meiſterwerke ſchließlich öffentlichen Anſtalten, Schulen und Kirchen. Ferner war er Dramatiker und Opern⸗ compoſiteur, der ſeine Werke auf eigene Koſten drucken ließ und zum Beſten der Stadtarmen oder eines ſonſti⸗ gen wohlthätigen Zwecks zur Aufführung zu bringen wußte. Er veranſtaltete auch Sammelwerke, die er mit enormen Koſten von berühmten Künſtlern illuſtriren

ließ, um ſie dann an alle Celebritäten Europas zu ver⸗