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„Sie haben keinen ſchlechten Geſchmack, Herr Sommervogel“, ſagte ich.„Gretchen iſt zwar noch ein Kind, aber ſie verſpricht etwas und ich preiſe den Mann glücklich, der dies liebe Geſchöpf einſt erringen wird.“
„Sie wollen alſo wirklich?“ rief Herr Sommer⸗ vogel mit überſchwänglichſtem Entzücken.„O mein Gott, Sie verbinden mich auf ewig! Wann ſoll es geſchehen?“
„Halt, mein Theuerſter“, fiel ich ein.„So ſchnell geht das denn doch nicht. Wenn ich Sie dort ein⸗ führe, übernehme ich gleichſam eine Art von Verant⸗ wortung. Sie werden mir deshalb noch einige Fragen erlauben. Es könnten doch allerhand Hinderniſſe vor⸗ handen ſein.“ „Ich verſichere Ihnen auf Ehre“, flüſterte der Un⸗ geduldige,„von Hinderniſſen kann keine Rede ſein. Ich bin derſelben Confeſſion, ſoviel ich weiß, und ſollte es anders und nöthig ſein, ſo werde ich die meine wechſeln. Und was die Gleichheit des Vermögens be⸗ trifft, ſo mache ich keine Anſprüche. Ich ſchmeichle mir, genug zu haben. Selbſt wenn die Bexbacher herunter gehen, ſo bürgen die Darmſtädter und naſſauer Looſe, abgeſehen von den Dampfſchifffahrtsactien—“
„Laſſen Sie mich in Frieden mit Ihren Papieren!“ unterbrach ich ihn.„Von äußern Hinderniſſen ſpreche ich nicht.“


