Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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von allen Lebensbequemlichkeiten, iſt ſie der Gegenſtand unausgeſetzter Liebkoſungen. Sie wird eitel, die kleine Kokette iſt ſchon fertig. Wenn ſie ehrerbietig einem Manne die Hand kuͤßt, weiß die kleine Hexe bereits, daß ſie einen ſchalkhaften Knir dabei anbringen kann, der ungefähr ſagen will: oho, die Ehrfurcht vor dem gnaͤdigen Herrn Onkel iſt nicht gar ſo groß, ich weiß, was ich wagen kann; ein freund⸗ liches Laͤcheln iſt Dir lieber, als mein Reſpekt; warte nur, wenn ich groß werde, Onkelchen, ſollſt Du nach meiner Pfeife tanzen. Schon jetzt aber muß der gute Onkel thun, was ſie haben will, an Naͤſchereien und Geſchenken darf er es nicht fehlen laſſen, und iſt er einmal unwirſch, ſo iſt die kleine Tirannin im Stande, mit ihm drei Stunden zu ſchmollen. Dann plotzlich ergreift ſie zuverſichtlich ſeine Hand, ſtreichelt ſie, macht t allerhand tolle Spruͤnge und da haben wir den Herrn der S Schoͤpfung ſchon in den Schlingen eines Kindes gefangen; hingeriſſen von Unſchuld und Koketterie im Verein, ſucht er vergeblich eine ſtrafende Miene zu behaupten, ſeine Mundwinkel zucken wider⸗ ſtrebend ſich zum Laͤcheln verziehend, und kaum ge⸗ wahrt die Kleine das guͤnſtige Zeichen, ſo liegt ſie ſchon, aus Leibeskraͤften ihn auslachend, an ſeinem Halſe. Bei den alten Onkeln lernen die Kobolde ihre zukunftigen Liebhaber und Maͤnner tiranniſiren. Fuͤnf⸗ zehn Jahre. Ein ernſter Zug, der Hauch einer heiligen Naturweihe veredelt das vollwangige Geſicht der keu⸗