Teil eines Werkes 
1. Bd. (1846)
Entstehung
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Widerſpruch! ohne ſich zu vernichten. Der Gute kaͤmpft gegen Alle. Es iſt in dieſer Welt Nichts mehr zu erſtreben den Ruhm muß man mit der Thorheit theilen, die Tugend iſt unmoͤglich, eſſen und wiederkaͤuen, der Wolluſt froͤhnen und der Eigen⸗ ſucht, ſeinen Bruder verfolgen ich liebe dies Ta⸗ gewerk nicht. Ich fuͤhle mich erloͤſchen. Gott be fohlen.

Nach ſatz.

Armer Eduard!

Die vorſtehenden Zeilen waren ſeine letzten. Drei Tage ſpäter ſtarb er an einem heftigen Bruſtkrampfe. Man begrub ihn mit vielem Pompe. So lange er lebte, ſahen ihn alle ſeine Collegen mitleidig uͤber die Achſel an, er konnte es zu keiner Reputation brin gen. Ein Freund, der auf ſeinen Genius öffentlich aufmerkſam machte, wurde verhoͤhnt. Der von Spott und Hohn Gepeinigte mußte ſeinen Lobredner bitten ihn zu tadeln, damit er nicht ſich allen Collegen verfeinde. Als er aber geſtorben war, ſprachen ſie Alle von ſeinem großen Genie. Und alle Notablen vereinigten ſich bei ſeinem Leichenbegängniß. Wie

Viele von ihnen hatten ſeine Begeiſterung verhoͤhnt,

den Geiſt in ihm zu todten, an ſich ſelbſt irre zu machen geſucht. Und er war in der That oft irre geworden! Man ſang und predigte an ſeinem Grabe,

es war ein Leichenzug der glänzendſten Art. Unter Wien. 1. Vd. 23