Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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d'Elbeuf und der Cardinal von Guiſe nie, zuerſt zum Lever des Cardinals Karl zu kommen, dann gingen Alle zum Lever des Herzogs Franz, der ſie zum König führte.

Uebrigens hatten Beide, der Eine als Kriegs⸗ mann, der Andere als Mann der Kirche, ihre Maß⸗ regeln für die Zukunft ergriffen: der Herzog Franz hatte ſich zum Herrn des Königs gemacht, der Car⸗ dinal Karl hatte ſich zum Liebhaber der Königin ge⸗ macht. Der ernſte lEſtoille erzählt die Sache ſo, daß der ungläubigſte Leſer keinen Zweifel über die⸗ ſen Punkt behält.Einer meiner Freunde, ſagt er, hat mir erzählt, als er mit dem Diener des Car⸗ dinals in einem Zimmer, welches in das der Königin ging, gelegen ſei, habe er gegen Mitternacht den ge⸗ nannten Cardinal, nur mit einem Schlafrocke auf den Schultern, vorüberkommen ſehen, um die Königin zu beſuchen, und ſein Freund habe ihm geſagt, wenn er von dem, was er geſehen, ſpräche, ſo würde er das Leben verlieren.

Was die vier anderen Prinzen des Hauſes Guiſe betrifft, welche eine faſt bedeutungsloſe Rolle im Verlaufe dieſer Geſchichte ſpielen, ſo würden uns ihre Portraits zu weit führen. Beſchränken wir uns alſo, ſo ungenügend ſie find, auf die, welche wir vom Herzog Franz und vom Cardinal von Lothringen entworfen haben.

Eben dieſen Cardinal von Lothringen, den man ſich bei Nacht nur mit einem Schlafrocke auf den Schultern zur Königin hatte bege⸗ ben ſehen, erwartete Catharina von Medici in ihrem Cabinet.