Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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den unverſchämten Staub, der ſich an ſeine Kleider anhängt, abſchüttelnd ſehen.

Derjenige, welcher die Wunde am linken Arme bekommen hat, heißt Malemort. Das iſt ein finſterer, ſchwermüthiger Character, der nur eine Leidenſchaft, eine Liebe, eine Freude hat: den Krieg! eine un⸗ glückliche Leidenſchaft, eine ſchlecht belohnte Liebe, eine kurze und traurige Freude; denn kaum hat er das Gemetzel mit dem Ende der Lippen gekoſtet, da erhält er in Folge des blinden, wüthenden Feuer⸗ eifers, mit dem er ſich in das Gemenge wirft, und der geringen Vorſicht, mit der er zu Werke geht, um nicht, während er die Andern ſchlägt, ſelbſt ge⸗ ſchlagen zu werden, einen furchtbaren Lanzenſtich, einen entſetzlichen Musketenſchuß, der ihn auf die Erde niederſtreckt, und er ſeufzt kläglich, nicht über das Leiden, das ihm ſeine Wunde verurſacht, ſondern wegen des Schmerzes, den es ihm bereitet, die An⸗ deren das Feſt ohne ihn fortſetzen zu ſehen. Zum Glücke hat er ein Fleiſch, das raſch vernarbt, und Knochen, welche leicht wiederherzuſtellen ſind. Zu dieſer Stunde zählt er fünfundzwanzig Wunden, drei mehr als Cäſar! und er hofft wohl, wenn der Krieg ſeinen Fortgang nimmt, noch fünfundzwanzig weitere vor der Zeit zu bekommen, welche unvermeidlich dieſer

Laufbahn des Ruhmes und der Schmerzen ein Ziel ſetzen muß!

Der magere Menſch, der in einer Ecke betet und ſeinen Roſenkranz auf den Knieen abkörnt, heißt Lactance. Das iſt ein inbrünſtiger Katholik, der nur ungern die Nachbarſchaft der zwei Scharfenſtein duldet, denn er befürchtet immer, ihre Ketzerei könnte

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