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Andere Schildwachen ſtanden außerhalb der Um⸗ ſchanzung.
In den Gaſſen dieſes Lagers, welche wie die einer Stadt angelegt waren, kreiſten Tauſende von Menſchen mit einer militäriſchen Thätigkeit, welche nichtsdeſtoweniger der deutſche Ernſt, der ſpaniſche Stolz und das engliſche Phlegma mäßigten.
Die Sonne reflectirte ſich auf allen dieſen Waffen, die ihr in Blitzen ihre Strahlen zurückſandten; der Wind ſpielte unter allen dieſen Fahnen, unter allen dieſen Bannern, unter allen dieſen Standarten, deren glänzende Farben und ſeidene Falten er nach ſeiner Laune aufrollte und entrollte.
Dieſe Thätigkeit und dieſe Geräuſche, welche immer auf den Oberflächen der Mengen und der Meere ſchweben, bildeten einen merkwürdigen Contraſt mit der Stille und der Einſamkeit der andern Seite der Ebene, wo die Sonne nur die bewegliche Moſaik der zu verſchiedenen Graden der Reife gelangten Fluren beleuchtete, und wo der⸗Wind nur die Feld⸗ blumen zittern machte, welche die Mädchen ſo gern zum Sonntagsſchmucke in Kränze von Purpur und Azur flechten.
Und nun, nachdem wir das erſte Kapitel unſeres Buches der Erklärung deſſen gewidmet haben, was der Blick eines auf dem höchſten Thurme von Hesdin⸗ Fert ſtehenden Menſchen am Tage des 5. Mai 1555 umfaßt hätte, wollen wir ſagen, was dieſem Blicke würde entgangen ſein, ſo durchdringend und ſcharf er auch geweſen wäre.


