Teil eines Werkes 
1.-5. Bdchn (1855)
Entstehung
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kaiſerliche Pavillon von Karl v. empor, auf deſſen vier Ecken vier Fahnen flatterten, von denen eine gewöhnlich für den menſchlichen Ehrgeiz genügte: die Fahne des Reiches, die Fahne von Spanien, die Fahne von Rom und die Fahne der Lombardei. Denn er war viermal gekrönt worden, dieſer Eroberer, die⸗ ſer Tapfere, dieſer Siegreiche, wie man ihn nannte: in Toledo mit der Krone von Diamanten, als König von Spanien und Indien; in Aachen mit der ſilber⸗ nen Krone, als Kaiſer von Deutſchland; in Bologna mit der goldenen Krone, als König der Römer, und mit der eiſernen Krone, als König der Lombarden. Und als man ſich ſeinem Willen, ſich in Bologna krönen zu laſſen, ſtatt nach dem Gebrauche in Mai⸗ land, widerſetzen wollte, als man ihm das Breve von Papſt Stephan entgegenhielt, das nicht will, daß die goldene Krone den Vatican verlaſſe, und das Decret von Kaiſer Karl dem Großen, welches die eiſerne Krone aus Monza wegzubringen verbie⸗ tet, da antwortete er hoffärtig, dieſer Beſieger von Franz I., Soliman und Luther, er ſei gewohnt, nicht den Kronen nachzulaufen, ſondern daß die Kronen ihm nachlaufen.

Und man bemerke wohl, dieſe vier Fahnen wa⸗ ren überragt von ſeiner eigenen Fahne, welche die Herculesſäulen, nicht mehr als die Gränzen der alten Welt, ſondern als die Thore der neuen darſtellte und in allen Winden des Himmels den ſtolzen Wahlſpruch, der durch ſeine Verſtümmelung größer geworden war, flattern ließ, den Wahlſpruch: Plus ultra.

Fünfzig Schritte vom Pavillon des Kaiſers ent⸗ fernt, erhob ſich das Zelt des Obergenerals Emanuel