Erde gleich gemacht hat, vollends wiederaufbaut.— Wir reiſen alſo in dem Theile des alten Frankreich, den man damals das Artvis nannte, während man ihn heute das Departement du Pas⸗de⸗Calais nennt.
Wir ſagen des alten Frankreich, denn einen Augenblick iſt das Artois mit dem Erbe unſerer Könige durch Philipp Auguſt, den Sieger von Saint⸗ Jean⸗d Acre und von Bouvines, vereinigt geweſen; doch im Jahre 1180 an das Haus Frankreich über⸗ gegangen, 1237 vom heiligen Ludwig ſeinem jüngeren Bruder Robert geſchenkt, verirrte es ſich in den Hän⸗ den von drei Frauen, Mahaud, Johanna I. und Johanna II., in drei verſchiedene Häuſer. Dann ging es mit Margaretha, Schweſter von Johanna II. und Tochter von Johanna I., an den Grafen Louis von Male über, deſſen Tochter es, zugleich mit den Grafſchaften Flandern und Nevers, in das Haus der Herzoge von Burgund brachte. Als Karl der Kühne todt war, vereinigte Maria von Burgund, die letzte Erbin des rieſigen Namens und der ungeheuren Güter ihres Vaters, an dem Tage, wo ſie Marimi⸗ milian, den Sohn von Kaiſer Friedrich III., heira⸗ thete, Namen und Reichthümer mit dem Erbgute des Hauſes Oeſterreich, von dem ſie verſchlungen wur⸗ den wie ein Fluß, der ſich im Ocean verliert.
Das war ein großer Verluſt für Frankreich, denn das Artvis war eine ſchöne und reiche Pro⸗ vinz. Mit launenhaften Chancen und wechſelndem Glücke ſtritten auch darum ſeit drei Jahren Hein⸗
rich I. und Karl V., Leib an Leib, Fuß an Fuß,
Stirne gehen Stirne, Karl V., um es zu erhalten, Heinrich H., um es wieder zu nehmen.
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