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„Weil ich noch mehr lieben werde.“
„Gut alſo.“
Doch dieſes Verſprechen war nicht ſobald von der falſchen Olympia gegeben, als die ächte ſich beeilte, es nicht zu halten, wie wir ſogleich ſehen werden.
Während das Verhältniß des Abbé und der Cata⸗ lane ſo von den heimlichen Unterhaltungen fortlebte, nahm die Wirthſchaft von Olympia und Banniére auf ihre Weiſe, nämlich auf eine unregelmäßige Weiſe, ihren Fortgang. Olympia hatte darauf verzichtet, Bannière zu katechiſiren, dieſer aber hatte weder darauf verzichtet, ſie zu lieben, noch, ſich von ihr lieben zu machen, ſo daß er ſie im Augenblicke, nachdem er ſie zur Verzweiflung gebracht, ſo hartnäckig ſie war, zu einem Anfall von Liebe oder Nachſicht zurückführte.
Olympia war nur auf der Oberfläche hartnäckig, im Grunde war ſie gut.
Die Güte iſt die Stärke des Mannes und die Schwäche des Weibes.
Nachdem die Catalane ſich dem Abbe gegenüber anheiſchig gemacht hatte, daß Olympia Bannisre nie genug Liebe zeigen ſollte, um den andern Schmachtenden eiferſüchtig zu machen, gingen Olympia und Bannidre, den man nicht in das Geheimniß hatte einweihen können, einen neuen Liehesvertrag bei Gelegenheit des Jahrestags der erſten Vorſtellung von König Herodes ein.
Der Abbé kam zu den zwei Liebenden beim Nach⸗ tiſch des Schmauſes, den ſie ihrer Liebe gegeben.
Der Schmaus hatte länger gedauert, weil Olym⸗ pia an dieſem Abend nicht ſpielte. Die Catalane gab eine neue Rolle.
Die Coiffeuſe aber, als ob alle Dinge zum Voraus geordnet worden wären, um eine Kataſtrophe herbeizu⸗ führen, die Coiffenſe war im Theater, um ihren Dienſt zu verſehen.
D'Hoirac trat bei Olympia in dem Augenblick ein,
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