Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1852)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

248

Man muß ſehen, wie ſich das machen wird.

Wird es bald geſchehen?

Wenn Sie vernünftig ſind.

Was muß ich thun, um vernünftig zu ſein?

Sie müſſen den Umſtänden und beſonders den Oertlichkeiten gemäß handeln. Hier find Sie, der Herr Abbé d'Hoirac, zum Beſuche bei Fräulein Olympia, oder vielmehr bei Herrn Bannière! Begreifen Sie mich

Ah! nur zu gut! Doch geſtehe, das iſt eine Sonderbarfeit ohne Gleichen!

Bah! verſetzte die Coiffeuſe,wenn Sie nicht kurzſichtig wären, hätten Sie noch viel ſonderbarere Sonderbarkeiten geſehen, und Sie würden ſich nicht über Nichts wundern.

Es mag ſein; doch nicht wahr, Du intereſſirſt Dich für mich?

Ich glaube es wohl! Wenn ich mich nicht für Sie intereſſirte, würde ich Ihnen predigen, wie ich es thue?

Nun wohl alſo, ſöhne mich ſo bald als möglich mit Olympia aus.

Und wann wollen Sie, daß dieſes ſo bald als möglich ſein ſoll?

Morgen, meine Tochter!

Teufel! welche Eile haben Sie!

Hier ſind zwanzig Louis d'or.

Man wird ſich Mühe geben!

Oh! rief der Abbé,wenn Du ſo ſprichſt, möchte ich Dich küſſen.

Wenn ich hübſcher wäre 2

Bah! ich bin kurzſichtig.

Das heißt, Sie find ein Unverſchämter!

Hienach entließ die Coiffeuſe den Abbe, und dieſer ging durch die kleine Thüre weg.

Der menſchliche Geiſt iſt ſo ſeltſam beſchaffen, daß der Abbé ſich vielleicht begeiſierter über dieſes Abentener,