Teil eines Werkes 
1.-4. Bdchn (1852)
Entstehung
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Ohl eine ſehr ſchwierige Rolle.

Welche?

Herodes.

Herodes! Herodes in Herodes und Marianna von Herrn von Voltaire! rief Banniére, indem er einen Sprung rückwärts machte und vor Verwunderung die Hände faltete.

Oh! machen Sie es mir nicht zum Vorwurf, verſetzte mit kläglichem Tone der Schauſpieler,ich bin darüber troſtlos.

Sie ſind troſtlos, Komödie zu ſpielen, und ſpielen dennoch? verſetzte Bannieère, der ſich dieſen Widerſpruch nicht recht erklären konnte.

Cil mein Gott! ja, Champmeslé,nicht wahr, eine unerklärliche Anomalie, doch es iſt ſo. Was ſoll ich thun? Nichts, denn ich habe allen Aberglauben meiner Familie; es gehen mir in dieſer Hinſicht oft Gedanken durch den Kopf...

Was für Gedanken?

Gedanken, die ich nicht ausſprechen kann, weil ſie die Ehre meiner Großmutter angreifen würden.

Sprechen Sie, ich bin nicht die ganze Welt.

Es kommt mir der Gedanke, ich ſei nicht ganz und gar der Enkel meines Großvaters.

Bah!

Es kommt mir der Gedanke, die Wuth, die ich für das Theater habe, und die macht, daß ich, wenn ich nicht Komödie ſpiele, glaube, ich verleugne mein Blut, und daß ich, wenn ich ſpiele, glaube, ich ziehe mir die Verdammniß zu, rühre davon her, daß ich zur Hälfte Schauſpieler, zur Hälfte Autor ſei. Man hat einſt viel darüber geſchwatzt, daß Herr Raeine alle ſeine Rollen meiner Großmutter gab. Man hat nicht weni⸗ ger darüber geſchwatzt, daß Herr la Fontaine meinen Großvater ſeinen Namen neben den ſeinigen ſetzen ließ. Oh! wenn das wäre, ich wäre noch ganz anders