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III. Der Schauſpieler und der Jeſuit.
Das Geſpräch nahm ſeinen Fortgang und wurde natürlich bei jedem Worte intereſſanter für die beiden Perſonen.
„Sie möchten alſo gern beichten?“ ſagte Bannière, der das Geſpräch da wieder aufnahm, wo es war, ehe Champmeslé in Betreff ſeiner Vorfahren die Abſchwei⸗ fung unternahm, die wir mitgetheilt haben.
„Mein Gott! ja, mein Bruder, und zwar aus fol⸗ genden Gründen: Sie, der Sie ein wenig die Geſchichte unſerer Familie fennen, wiſſen auch wohl, daß mein Großvater der vertraute Freund von Herrn Raeine war?“
„Ja, und auch von Herrn la Fontaine;“ erwie⸗ derte haſtig Banniére, indem er erröthete bei der ein wenig leichten Erinnerung, welche ſich für Madame Desmares, ver⸗ ehelichte Champmeslé, mit dieſen zwei Namen verband.
„Obgleich ein mittelmäßiger Schauſpieler, und ge⸗ rade vielleicht deshalb, war mein Großvater ein Mann von Geiſt. Er hatte dieſen Vorzug von ſeinem Vater, Chevillet, von dem Sie vielleicht haben reden
ören.“
„Nein, mein Herr,“ antwortete ſchüchtern Banniére, der ſich ſchämte, daß ſein chronologiſches Wiſſen in Be⸗ e der Champmeslé bei der dritten Generation auf⸗
örte.
„Ah! mein Urgroßvater Chevillet, auch ein Schau⸗ ſpieler, hatte allen Geiſt meines Ururgroßvaters, eines ſehr liebenswürdigen und ſehr frommen Dichters, der Myſterien*) ſchrieb und zur Noth ſpielte.“
*) Geiſtliche Schauſpiele, zu denen der Stoff aus der Bi⸗ bel genommen war. Olympia von Clsves. 1. 2


