ſte em hr
hts ten ür⸗
ind
te.
h⸗ u⸗ ng
te
en
nit u⸗
en nd e, ht
je,
u.
15
„Wie!“ rief der Künſtler,„Sie wiſſen, wer ich bin, und Sie ſliehen mich nicht, wie man einen Peſt⸗ kranken flieht?“
„Nein“ erwiederte der Noviz;„ich haſſe die Schauſpieler nicht.“
Und er fügte ſo leiſe bei, daß ihn ſelbſt der An⸗ dere nicht hören konnte:
„Im Gegentheil.“
„Wie!“ wiederholte der Künſtler,„Sie empören ſich nicht beim Anblick eines Ketzers, eines Ercommunicirten, eines Verdammten!“
„Nein!“
„Ah! Sie ſind noch ſo jung! doch eines Tags..
„Mein Bruder,“ verſetzte der Noviz,„ich gehöre nicht zu denjenigen, welche aus Vorurtheil haſſen.“
„Ach! mein Bruder,“ erwiederte der Künſtler,„die Schauſpieler ſchleppen eine Art von Urſünde nach ſich, welche, einfach für die Anderen, doppelt, dreifach, vier⸗ fach für mich iſt, der ich der Sohn, der Enkel, der Ur⸗ enkel von Komödianten bin. Bin ich verdammt, ſo werde ich es an der Seite von Adam und Eva ſein.“
8„Ich verſtehe Sie nicht recht,“ ſprach neugierig der oviz.
„Damit will ich ſagen, mein Bruder, ich ſei Schau⸗ ſpieler von Geburt, und ich werde verdammt ſein durch meinen Vater und durch meine Mutter, durch meinen Großvater und durch meine Großmutter, kurz durch meine väterlichen und mütterlichen Vorfahren bis in die dritte und vierte Generation; mit einem Wort, mein Herr, ich heiße Champmeslé.
Der Noviz riß weit ſeine Augen auf, in denen ein tiefes Erſtaunen gemiſcht mit einer leichten Nuance von Bewunderung hervortrat.
„Wie! mein Herr,“ rief er, die bei den Orden ge⸗ bräuchliche Benennung Bruder vergeſſend,„ſollten Sie zufällig der Enkel der berühmten Schauſpielerin ſein?“


