Teil eines Werkes 
8. Bd. (1859)
Entstehung
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im Himmel;— denn ich wiederhole Ihnen, Gott wird nicht geſtatten, daß der Mann, den er Ihnen vo Ihre Vergehen und ſeine Schande nicht wiſſe.“

Henug, Herr Abbé,“ rief die Marſchallin, die für einen Augenblick alle Kräfte zuſammenraffend, ſich raſch erhob und mit dem Finger auf die Thüre zeigend, mit ruhiger Stimme hinzufügte:„Ich werde Niemand das Recht geben, meinen Gemahl jn unterrichten. Gehen Sie und melden Sie dem

arſchall, daß ich ihn erwarte.“

„Aber, gnädige Frau,“ rief der Abbé, den dieſe ſtolze Verabſchiedung blaß machte,„Sie ſprechen mit einer Bitterkeit mit mir, deren Urſache ich mir nicht erklären kann.“

„Ich ſpreche mit Ihnen, Herr Abbe,“ antwor⸗ tete die Prinzeſſin ſtolz,„wie mit einem Menſchen, deſſen Pläne ich dunkel ahne, ohne ſie zu verſte⸗ hen. Wollen Sie gejürigſt wenn Sie weggehen, den Herrn Marſchall bitten, bei mir einzutreten?“

Und ihm den Rücken kehrend, ſank ſie auf ihr Bett zurück..

Der Abbeé ging, nachdem er der armen Frau einen Blick voll Zorn und Bosheit zugeworfen.

Aber es war Su viel für die unglückliche Prin⸗ ze geweſen. er Kampf, den ſie gegen den

bbé kämpfte, ſo lange dieſer furchtbare Streit gedauert, hatte ihre letzten Kräfte gebrochen, und als der Marſchall in das Schlafzimmer trat, ſtieß er einen dumpfen Seufzer aus, da er ſie ſo ge⸗ brochen ſah, daß er glaubte, ſie habe kaum noch ein paar Angenblicke zu leben.