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Sie waren ſo weit gekommen, als ein Diener eintrat, der einen Brief in der Hand hielt, welchen ein Commiſſionär in großer Eile gebracht.
Camille warf den Brief auf den Tiſch; auf das Drängen des Dieners jedoch nahm er ihn, bat Sal⸗ vator ihn leſen zu dürfen und las wie folgt:
„Conrad iſt ſo eben bei mir geweſen. Wir ha⸗ ben ihn falſch beurtheilt. Er hat ein edles und
großes Herz. Er gibt mir eine Million: das heißt
ſo viel als, alle Bemühungen in dieſer Richtung ſind fortan unnöthig. Packen Sie deßhalb ſo raſch als möglich ein: wir gehen zuerſt nach Havre und zwar morgen um drei Uhr.
Ihre Suſanne.“
„Antworten Sie, es ſei recht,“ ſagte Camille dem Diener, indem er den Brief zerriß und die Stücke in den Kamin warf.„Herr Conrad,“ fügte er hinzu, indem er den Kopf erhob und auf Sal⸗ vator zuging,„ich bitte Sie wegen des Geſagten um Vergebung: meine Worte haben ihre Entſchul⸗ digung iur in der Freundſchaft für Lorédan. Fräu⸗ lein von Valgeneuſe hat mich in Kenntniß geſetzt, wie brüderlich Sie ſich gegen ſie erzeigt. Es bleibt mir nichts, als Ihnen mein Bedauern über mein Benehmen gegen Sie auszuſprechen.“
„Leben Sie wohl, mein Herr,“ ſagte Salvator kalt;„und damit mein Beſuch nicht unnütz gewe⸗ ſen ſei, ſo brechen Sie, wenn Sie meiner Mahnung folgen wollen, nicht wieder ſo leichtfinnig das Herz einer Frau. Nicht Alle haben die engelhafte Re⸗ ſignation Carmelitens.“ 3
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