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lich wurde, Sie aufzuſuchen und zu jragen was mir die Ehre Ihres Beſuches verſchaffte?“
„Mein Herr,“ antwortete Camille,„Sie nen⸗ nen ſich Conrad von Valgeneuſe?“
30 mein Herr.“
„Sie ſind ſomit der Vetter von Fräulein von Valgeneuſe?“
„Allerdings.“
„Nun denn, mein Herr, mein Beſuch hatte kei⸗ nen andern Zweck, als von Ihnen zu erfahren, der Sie der rechtmäßige Erbe ſind, was Sie in Beziehung auf Fräulein von Valgeneuſe für Ab⸗ ſichten haben?“
„Ich will Ihnen gerne antworten, mein Herr; zuvor aber möchte ich wiſſen, welches Recht Sie haben, mich zu fragen. Sind Sie der Bevoll⸗ mächtigte meiner Couſine, ihr Advocat, ihr Rath? Auf welchen Grund hin erweiſen Sie mir die Ehre, mich zu fragen? auf ihre Rechte hin oder im Hinblick auf meine Gefühle?“
„Auf Grund beider.“
„So ſind Sie, mein lieber Herr, zu gleicher Zeit ihr Verwandter und ihr Srite
„Weder das Eine, noch das Andere. Ich war der intime Freund Lorédan's und ich glaube deß⸗ halb vollkommen im Rechte zu ſein, mich über das Schickſal ſeiner Schweſter, die nunmehr Waiſe iſt, zu unterrichten.“
„Sehr gut, mein lieber Herr. Sie waren der Freund des Herrn von Valgeneuſe; warum wen⸗ den S ſich denn aber an mich, deſſen Todfeind er war?“
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