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ich annehme, ſollte ich doch wiſſen, welches Recht ich habe, ein ſolches Geſchenk anzunehmen.“
„Was Ihre Rechte betrifft, mein Fräulein,“ ſagte Salvator lächelnd,„ſo iſt es, wie ich Ihnen bereits zu ſagen die Ehre hatte, Sie beſitzen durch⸗ aus gar keines.“
„So will ich ſagen, in welcher Eigenſchaft?“ verſetzte das Mädchen.
„Als die Nichte meines Vaters, mein Fräu⸗ lein,“ verſetzte Salvator feierlich.„Nehmen Sie an.“
Eine ganze Welt von Gedanken durchkreuzte den Kopf des jungen Mädchens bei dem ſo un⸗ umwunden gemachten Vorſchlag; es war ihr, als ob ſie es mit Menſchen höherer Art, als alle, die ſie bis dahin gekannt, zu thun hätte; als ob dieſe Geſchöpfe, welche ohne Zweifel unmittelbar von Gott ausgehen und vom Himmel die belebende Kraft des Guten erhalten, auf dieſe Erde geſandt wären, um das Uebel der niedrigeren Geſchöpfe zu verbeſſern. Sie ſah hier wie durch einen Sturm⸗ nebel die roſigen Wolken, die ſich über dem Him⸗ mel wölbten; ihr bis zum Tode ihres Bruders ver⸗ ſchwommenes, unklares Leben, das ſeit drei Tagen von einem finſtern, ſchwarzen Sturme überzogen war, leuchtete plötzlich in den Farben des Regen⸗ bogens; tauſend liebkoſende Gedanken und Aus⸗ ſichten, die wie linde Sommerlüfte ihre Stirne kühlten; nur mit dieſem vom Rauſche der Hoff⸗ nungen erfüllten Herzen hob ſie den Blick, auf dem 6. Kheſeſ Dankbarkeit ſtrahlte, zu Salva⸗ or auf.
Sie hatte ihn bis dahin mit dem angeſtammten


