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7. Bd. (1858)
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für eine hübſche Frau in einem Schlafzimmer, um ein Uhr Morgens, einer Stunde, wo jede Frau von dem Alter und dem Ausſehen der ſchönen Do⸗ lores, die Stirne voll Träume und den Mund voll Verſprechungen, in ihrem Bette liegen ſollte, auf die wunderlichſte Weiſe beſchäftigt.

Vor einem kleinen Laquedechinetiſche ſaß ſie und lud ein prachtvolles Paar Piſtolen mit Ebenholz⸗ ſchaft und mit Gold damascirtem Laufe, die ſich von ihren marmorweißen Händen wunderbar ab⸗ oben.

Nachdem ſie die Piſtolen mit einer Pünktlichkeit und Sorgfalt geladen, die einem Schützen Ehre ge⸗ macht, unterſuchte Frau von Rozan auf's genaueſte die Hahnen und ließ ſie einen nach dem andern ſpielen; nach dieſer Unterſuchung legte ſie die Pi⸗ ſtolen neben ſich zur Rechten und nahm einen klei⸗ nen Dolch, der auf ihrer linken Seite lag.

In den Händen dieſer hübſchen Creolin dürfte dieſer Dolch nicht in Erſtaunen ſetzen; die Kette war von mit Gold niellirtem Silber; der Knopf war von wunderbar getriebenem, mit Stein eingelegtem Stahl und das Meiſterſtück der Goldſchmiedekunſt ſchien mehr ein Frauenbijou als eine Mordwaffe; und doch, wenn man die Blitze ſah, die aus ihren Au⸗ gen leuchteten, wenn ſie auf die Klinge ſah, hätte man ſich fürchten mögen und wäre in Verlegenheit geweſen zu ſagen, wer die unheimlichſten Strahlen ausſtrömte, der Dolch oder die Augen.

Nachdem ſie den Dolch mit derſelben Sorgfalt unterſucht, wie die Piſtolen, legte ſie ihn wieder auf den Tiſch, zog die Brauen zuſammen und legte,