„Gewiß, gewiß, und wenn wir nur die abſolute Vernunft zu Rathe ziehen, ſo haben Sie ganz Recht. Man muß ſich vor allem über die Elemente des Epfolgs, den die feindliche Partei hatte, Rechen⸗ ſchaft geben und ſich dieſer Elemente bemeiſtern; wir ſtimmen darin überein. Unglücklicher Weiſe ſieht die Regierung die Sachen nicht ſo einfach an, wie wir; die Regierung verſteht nur Einhalt zu thun.“
„Zu unterdrücken!“ ſagte Salvator lächelnd.
„Unterdrücken, wenn Sie wollen, ich ſtreite nicht um das Wort. Die Regierung alſo, welche ohne Zweifel im Intereſſe der Majorität zu handeln glaubt, hat den Beſchluß gefaßt, zu unterdrücken, und in dieſer Rückſicht, mein lieber Herr, bitte ich Sie, mir Ihre Aufmerkſamkeit zu ſchenken; zuge⸗ geben, daß die Regierung mit Unrecht oder Recht ſo handeln muß, wie ſoll ſie ſich dabei benehmen?“
„Ich bin darüber im Zweifel,“ ſagte Salvator mit dem Kopfe ſchüttelnd.
„Sie können allerdings darüber im Zweifel ſein; aber ich kann Ihre Zweifel löſen und darum bin ich hier. Was glauben Sie, daß die Re⸗ gierung thun wird, um dieſen ſchlimmen Streich zu pariren?“
„Ich glaube, daß ſie Paris in den Belage⸗ rungszuſtand erklären wird, wie ſie es bereits an dem Tage im Sinne hatte, als die Hinrichtung des Herrn Sarranti und das Begräbniß Manuels ſtatt⸗ haben ſollte. In Ermangelung eines militäriſchen Belagerungszuſtandes, denke ich mir, wird Herr von Villdle die Maßregel zu einem moraliſchen Belage⸗


