Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

nd

pt, 18⸗ de⸗ len

of,

wir den ter oud alb

nich

ern ben hre

er⸗ Am ug ich Blut

nem

211

Geiſte beſitzen, bat ich ihn dringend, um eine bal⸗ dige Antwort. Ich erwarte ſie in wenigen Tagen.“

„Glauben Sie, daß mich Ihre Güte verlegen macht,“ ſtotterte der Biſchof;„ich dachte nicht, daß ich je ein ſo ehrgeiziges Verlangen geäußert. Ich bedaure, daß das Vergehen, das uns ſcheidet, mir nicht erlaubt, Ihnen zu danken, wie ich ſo gerne gewollt. Denn ein Sünder, wie..

Graf Rappt fiel ihm ins Wort.

„Warten Sie einen Augenblick, Monſeigneur,“ ſagte er, den Biſchof mit einem Lächeln auf den Lippen anblickend,„ich habe Ihnen nur etwas ſehr Einfaches geſagt. Sie wünſchen Erzbiſchof zu wer⸗ den, ich ſchreibe an unſern heiligen Vater; wir er⸗ warten ſeine Antwort. Bis dahin geht alles ganz natürlich. Aber das Geheimniß, vernehmen Sie es denn; ich zähle jedoch ganz und gar auf Sie, Mon⸗ ſeigneur, wenn ich es Ihnen enthülle, denn es iſt ein Staatsgeheimniß...“

„Was wollen Sie ſagen?“ rief der Biſchof leb⸗ haft— vielleicht etwas zu lebhaft, denn der Diplo⸗ mat lächelte mitleidig.

„Während die Marquiſe von la Tournelle bei Ihnen war,“ fuhr der Graf fort,„war der Arzt des Monſeigneur de Quelen bei mir.“

Der Biſchof öffnete, als er dies Wort ausſpre⸗ chen hörte, die Augen weit, um zu ſehen, ob der, welcher ihm den Beſuch des erzbiſchöflichen Arztes mittheilte, ein Bote guter Nachricht ſei.

Graf Rappt ſchien nicht zu bemerken, mit wel⸗ cher Aufmerkſamkeit Monſeigneur Coletti ſeinen Worten lauſchte und fuhr fort: 6 1