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„Mein Herr,“ ſagte der Apotheker, indem er ſich umwandte und wie ein geſchickter Schauſpieler ſein letztes Wort auf die Thüre verſparte,„ich weiß nicht, wie ich Ihnen für Ihre Offenheit und Geradheit danken ſoll; ich fürchtete, als ich kam, nicht, wie ich wünſchte, von Ihnen verſtanden zu werden.“
„Verſteht man ſich nicht immer, wenn Menſchen von Herz zuſammenkommen?“ beeilte ſich Herr Rappt zu ſagen, indem er Louis Renaud nach der Thüre drängte.
Der brave Mann ging und Baptiſt meldete:
„Der Herr Abbé Bouquemont und Herr avier Bouquemont, ſein Bruder.“
„Wer ſind dieſe Herren Bouquemont?“ fragte der Graf ſeinen Berichterſtatter Bordier.
Bordier las:
„Abbé Bouquemont, fünfundvierzig Jahre alt; er hat eine Pfarrei in der Umgegend von Paris; ein ſchlauer Menſch und unerſchütterlicher Intrikant. Er redigirt eine beabſichtigte, noch nicht erſchienene bretanniſche Revue, betitelt: lHermine. Er hat alles gethan, um Abbé zu werden und jetzt, da er Abbé iſt, würde er alles thun, um Biſchof zu wer⸗ den; ſein Bruder iſt religiöſer Maler, das heißt, er macht nur Kirchenbilder; er flieht das Nackte. Er iſt heuchleriſch, eitel und neidiſch, wie alle Künſt⸗ ler ohne Talent.“


