Teil eines Werkes 
6. Bd. (1858)
Entstehung
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„Ja, mein Herr',“ ſagte Louis Renaud, lebhaft gerührt durch das große Intereſſe, welches Graf Rappt an ſeiner Sache zu nehmen ſchien,„ja, mein Herr, ſie haben dieſe Kühnheit, dieſe Pfäffinnen.“

„Es iſt unglaublich!“ rief Graf Rappt, indem er den Kopf auf die Bruſt und ſeine Hände auf die Kniee ſinlen ließ.„In was für einer Zeit leben wir, mein Gott! mein Gott!“

Und er fügte, wie voll Zweifel hinzu:

„Und Sie könnten mir den Beweis von dem liefern, was Sie mir da ſagten, lieber Herr Re⸗ naud?“

„Hier iſt er, mein Herr,“ verſetzte der Apothe⸗ ker, indem er ein vierfach zuſammengefaltetes Pa⸗ pier aus ſeiner Taſche zog,„ich habe hier eine von den zwölf bedeutendſten Apothekern des Arron⸗ diſſement unterſchriebene Petition.“

„Das empört mich wirklich,“ erwiderte Herr Rappt.„Geben Sie mir das Aktenſtück, lieber Herr Renaud: ich werde Ihnen genaue Rechen⸗ ſchaft ablegen; es ſoll Ihnen Recht in dieſer Sache werden, das ſchwöre ich Ihnen, oder ich will mei⸗ nen Namen als ehrlicher Mann verlieren.“

„Ah! man hatte mir's zum Voraus geſagt, daß ich mich auf Sie verlaſſen könne!“ rief der ſ gerührt durch das Reſultat ſeines Be⸗ uches.

„O! wenn ich eine Ungerechtigkeit ſehe, bin ich unbarmherzig,“ ſagte der Graf, indem er aufſtand, und ſeinen Wähler nach der Thüre begleitete,„Sie ſollen in Kurzem von mir hören und werden ſehen, wie ich halte, was ich verſpreche!“

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