310
Rout, Du lädſt zu einer Wahl⸗ und Mahlgeſellſchaft Deine unbedeutendſten Bekannten ein, und Du ſagſt Deinem innigſten Freunde, Deinem Pirithous, Dei⸗ nem Pylades, Deinem Eurydicus, Deinem Damon, Deinem andern Ich nicht ein Wort davon, kurz!
Du vergiſſeſt ihn wie einen Nachtſack, Du zertrittſt
ihn unter Deinen Füßen, Du machſt einen Spott aus ſeiner Aufopferung! Die Götter mögen Bir ver⸗ geben! Mir aber machte es Spaß, mich auf die⸗ ſelbe Weiſe zu rächen, wie Du mich beleidigt; Du haſt mich Deines Diners beraubt, ich beraubte Dich Deines Diners. Was ſagſt Du davon?“
Er ſchloß raſch den Schlag wieder.
„Ich habe den Kutſcher auf vier Stunden ge⸗ nommen,“ ſagte er,„und da ich nicht will, daß er Sie beſtehle, ſage ich Ihnen die Stunde: was den Preis betrifft, ſo ſind es fünf Franken für die Stunde, ſo lange es Ihnen gefällt, denſelben zu behalten.“
„Wie!“ rief Herr Gerard, der ſich ſeiner ur⸗ ſprünglichen Sparſamkeit nie ganz entſchlagen konnte, „Sie zahlen nicht?“
„Nun!“ ſagte Gibaſſier,„wenn ich bezahlte, wo wäre da der Witz?“
p Und indem er ſich reſpectvoll verbeugte, fügte er inzu:
Auf Wiederſehen, ehrenwerther Herr Gerard.“
Und er verſchwand.
Herr Gerard konnte ſich von ſeiner Beſtürzung noch immer nicht erholen.
„Wo ſoll ich Sie hinfahren? Sie wiſſen, man hat mich auf vier Stunden genommen und zwar
——


