Rhapſode, der Verfaſſer des Monde comme il va. als er ſtatt eine Ode auf das Lob der Freundſchaft zu machen, mit Bitterkeit rief:„Heute ſind deine Altäre, o Göttin, nicht mehr mit den Opferflammen erhellt; die Hallen deiner Tempel erdröhnen nicht mehr von dem lauten Geſang deiner Gläubigen. Durch das Intereſſe von deiner alten Wohnung verbannt, irrſt du jetzt allein, verlaſſen, das un⸗ glückliche Spielzeug der Bevölkerung der Höfe und aller feigen Sterblichen, umher, welche eine ſchmu⸗ tzige Habgier beherrſcht! Wer unter den durch ihren Reichthum, ihre Geburt, ihre Größe übermüthig Gewordenen achtet auf deine Stimme, wer hat Mitleid mit deinem Unglück, wer beſucht deinen Tempel? Leider! leider! iſt der unglückliche Gi⸗ baſſier wie Portland, der Held des Gedichts, der Einzige, der noch Eintritt verlangt!“
Nach dieſer pretentiöſen Citation, deren Pedan⸗ terie Herr Gibaſſier nicht würdigte, zog der ehe⸗ malige Galeerenſträfling ein gelbes Tuch aus der Taſche und that, als ob er ſich die Augen trocknete.
Der Philanthrop von Vanvres, der nicht be⸗ griff, und ſagen wir es ſogleich, der nicht begreifen konnte, wohin die Phraſen ſeines Begleiters zielten, hielt ihn für wirklich gerührt, und begann ihn zu tröſten zu ſuchen, indem er in ſeinen Troſt die leb⸗ hafteſten Entſchuldigungen miſchte.
Dieſer aber fuhr fort:
„Die moderne Welt muß ſehr ſchlecht geworden ſein, daß ſie, während die alte Welt, abgeſehen von Achilles und Patroklus, vier ſolcher Beiſpiele von Freundſchaft aufzählt, welche aus S Men⸗


