Barke und die Corvette Gudin's, um ſich mit einem Boucher zu beſchäftigen.
Aber der alte Liebhaber, der ohne Zweifel gern gewußt hätte, was ein in der Kunſt ſo erfahrener Mann von dem gewöhnlichen Maler der Madame du Barry dachte, verließ ihn nicht bei dem Kreiſe, den er beſchrieb.
Wie ein Stern ſeine Satelliten in einem Wir⸗ bel nach ſich zieht, begleiteten alle Zuhörer den Seemann.
„Obgleich dieß keine Unterſchrift hat,“ ſagte unſer
Mann, indem er das Bild des Nachfolgers von Vanloo betrachtete,„braucht man doch nicht zu fra⸗ gen, von wem es iſt: es iſt die Toilette der Venus von Boucher. Der Maler hat aus Schmeichelei ſeiner Venus die Züge der unglücklichen Courti⸗ lane gegeben, welche in jener Zeit die franzöſiſche Monarchie entehrte...
„Schlechte Malerei! ſchlechter Maler! Ich liebe
oucher nicht! Und Sie, meine Herren?“
Und ohne abzuwarten, bis die, welche er an⸗ redete, ihm antworteten, fügte er mit lauter Stimme hinzu:
„Er iſt ein ſchätzbarer Coloriſt, ich weiß es; aber er iſt ein pretentiöſer und manierirter Maler, wie die Menſchen ſeiner Zeit... Clende Epoche! geringe Nachahmung der Manieren der Renaiſſance. Es iſt weder das Fleiſch Tizian's, noch die Carna⸗ tion von Rubens. 1
Dann wandte er ſich an ſeine Zuhörer und ſagte: Und nun wiſſen Sie auch, meine Herren, weßhalb ich Chardin liebe er iſt der einzig wahrhaft kräſtige


