210
Schatten der Leichnam anvertraut worden; nehmen Sie an, Sie wüßten, daß in der Nacht von morgen oder übermorgen ſich das Gericht nach dem Schloſſe von Viry begeben und eine Unterſuchung in dem Parke anſtellen müßte; nun, was würden Sie in der Nacht zu thun haben, die Ihnen ein Freund verſchafft, während der Nacht von morgen auf übermorgen zum Beiſpiel?“
„Was ich zu thun hätte?..
7
7
A
„Damit man ihn nicht fände.. S „Den Leichnam?— Ja.“ „Ich müßte..“
Herr Gérard trocknete ſich den Schweiß von der Stirne, der in dicken Tropfen über dieſelbe rollte. „Nun, vollenden Sie doch! Sie müßten.
„Ich müßte, ihn weg...“
„Weg
„Wegſchaffen, verſchwinden laſſen.“
„Gottlob!... Ah, lieber Herr Gérard, welch' träge Phantaſie haben Sie! Sie müſſen ſie durch die Landluft, durch die Nachtluft auffriſchen. Ich verabſchiede Sie denn für heute und morgen. Es wird ein glänzender Tag werden; das iſt ein Glück für einen Naturliebhaber. Gehen Sie auf das Land, gehen Sie, und wer weiß, ob in dem Gehölz von Meudon oder Vanvres— die Gehölze ſind die Tröſt⸗ einſamkeiten für Fiſcher wie er— wer weiß, ob Sie nicht den armen Teufel von Mörder finden, den Sie mit Ihrer gewöhnlichen Milde vor einer kleinen
Gefahr, in die er läuft, retten.“


