16
Pierre war kein ſehr demonſtrativer Verliebter; doch bei dieſen letzten Worten glaubte er die Stirne ſeiner Frau wie die der Jungfrau von Plancoet glänzen zu ſehen, und er fiel ihr zu Füßen.
„Du verſprichſt mir alſo, nicht unter meiner Ab⸗ weſenheit zu leiden?“ fragte er ſie.
„Nicht leiden, Pierre,“ antwortete Thereſe,„das hieße Dich nicht lieben! Ich werde alſo leiden, doch ich werde mich erinnern, daß Du glücklich biſt, und Dein Glück wird mir mehr Freude bereiten, als mir Deine Abweſenheit Gram verurſacht haben wird.“
Pierre warf ſich ſeiner Frau in die Arme; dann ſtürzte er aus dem Hauſe, lief in den Straßen von St. Malo umher, rief alle ſeine alten Matroſen bei ihren Namen und beauftragte ſeinen Freund, Pierre Berthaud, Alle diejenigen, welche er unterwegs oder in ihren Wohnungen treffen würde, zu ſammeln.
Und acht Tage nachher lief, gründlich neu aus⸗ gerüſtet, friſch angemalt, mit ihrer alten wohlbekann⸗ ten Equipage, vermehrt durch etwa zwanzig Mann, mit ihren einundzwanzig Achtzehnpfündern und ihren zwei Sechsunddreißigpfündern, die ſchöne Thereſe aus dem Hafen von St. Malo aus, um die indiſchen Seegegenden wiederzuſehen, wo Pierre Herbel zuerſt ſeinen furchtbaren Ruf als Corſar erlangt hatte, der dem ſeines Freundes und Landsmannes Surcouf die Wagſchale hielt.
Am 6. Mai 1802 auslaufend, nahm die Schöne Thereſe ſchon am 8. deſſelben Monats, nach einem zehnſtündigen Kampfe, ein Sklavenſchiff, das ſechzehn Zwölfpfünder führte.
——
ach
un Bo
wi
nic rhe we


