Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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meinſten, die niederträchtigſten, die am Gerechteſten ſtrafbaren: das geringſte von den dreien verdient die Galeeren.“

„Sire! Sire! Erbarmen! ſprechen Sie dieſes erſchreckliche Wort nicht aus!“

Der Abbé Dominique ſank auf ſeine Kniee.

Der König fuhr fort:

„Sie wollen, daß, während es ſich um dieſe drei entſetzlichen Verbrechen handelt, ich, der Vater meiner Unterthanen, den Schuldigen die Ermunterung gebe, mein Begnadigungsrecht zu benützen, während ich, wenn ich es hätte, und zum Glück habe ich es nicht, von meinem Rechte über Leben und Tod Gebrauch machen müßte?... Wahrhaftig, Herr Abbé, Sie, der Sie Großjuſticiar beim Tribunal der Buße ſind, fragen Sie ſich ſelbſt und ſagen Sie, ob Sie einem ſo großen Verbrecher, wie es Ihr Vater iſt, andere Worte zu ſagen hätten, als die, die einzigen, welche mir mein Herz eingibt:„„Ich rufe auf den Todten die ganze göttliche Barmherzigkeit herab, doch ich muß den Lebenden beſtrafend Gerechtigkeit üben.““

„Sire,“ rief der Abbé die ehrerbietigen Formeln, die officielle Etiquette vergeſſend, die der Abkömm⸗ ling von Ludwig XIV. ſo ſtreng beobachten ließ, „Sire, enttäuſchen Sie ſich: es iſt nicht der Sohn, der zu Ihnen ſpricht, es iſt nicht der Sohn, der Sie bittet, es iſt nicht der Sohn, der Sie anfleht; es iſt ein ehrlicher Menſch, der, die Unſchuld eines andern Menſchen kennend, Ihnen zuruft: Nicht zum erſten Male irrt ſich die menſchliche Gerechtigkeit, Sire! Sire, erinnern Sie ſich an Calas; Sire, erinnern Sie ſich an Labarre; Sire, erinnern Sie ſich