Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

Doch, fuhr Herr Sarranti fort,ich werde nicht warten, bis mein Wagen wiederhergeſtellt iſt, ſondern einen andern kaufen.

Und er gab in der That dem Poſtmeiſter Be⸗ fehl, ihm einen Wagen zu kaufen, was für einer es auch wäre, Caléche, Coupé, Landau oder ſogar Cabriolet, mit dem er ſeine Reiſe auf der Stelle

fortſetzen könnte.

Gibaſſier dachte, ſo raſch auch der Wagen ge⸗ funden wäre, hätte er doch wohl Zeit, zu Mittag zu ſpeiſen, während ſein Reiſegefährte ihn unterſu⸗ chen, um den Preis handeln würde und ſeine Bagage darauf packen ließe. Er hatte ſeit Morgens um acht Uhr nichts zu ſich genommen, und obſchon ſein Ma⸗

gen im äußerſten Falle an Genügſamkeit mit dem

eines Kameels zu rivaliſiren vermochte, ließ gerade, weil dieſer Fall eintreten konnte, der kluge Gibaſſier, nie, wenn ſie ſich bot, die Gelegenheit, ſich zu ver⸗ proviantiren, unbenützt vorübergehen.

Ohne Zweifel hielt es Herr Sarranti ſeinerſeits für geeignet, dieſelben Vorſichtsmaßregeln zu neh⸗ men, wie der würdige Magyar, denn Beide ſetzten ſich, wie ſie es am Morgen gethan, jeder an einen andern Tiſch, klingelten, um den Kellner zu rufen, und ſprachen mit einer Betonung, welche eine lobens⸗ werthe Einhelligkeit der Meinungen andeutete, nur die drei Worte:

Kellner, ein Mittagsbrod!