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Liebe iſt mit goldenen Buchſtaben auf Deine Stirne geſchrieben.“
„Ich wollte Ihnen nur begreiflich machen, Petrus, „— und dies vor Allem,— wie ſehr ich Sie liebe, da⸗ mit ſich kein Zweifel in Ihrem Herzen rege, wenn Sie nun die Worte hören, die ich Ihnen ſagen werde.“
„Sie erſchrecken mich, Regina,“ ſprach der junge Mann, der eine von den Händen der jungen Frau los⸗ ließ und in der That erbleichend ſich von ihr entfernte.
Aber Regina reichte ihm aufs Neue dieſe Hand, die er verlaſſen hatte, und erwiederte mit ernſtem, ob⸗ gleich ſanftem und liebevollem Tone:
„Nicht allein wegen Ihrer poetiſchen Schönheit, nicht allein wegen Ihrer hohen Intelligenz, nicht allein wegen Ihres großen Talents, das mir ſo ſehr ſympa⸗ thetiſch iſt, nicht allein wegen aller dieſer Eigenſchaften liebe ich Sie. Nein! Petrus, ich liebe Sie auch und hauptſächlich wegen Ihres ritterlichen Charakters, wegen des Adels Ihrer Seele, wegen der Urredlichkeit Ihres Herzens; ich ſage, nicht wegen Ihrer Tugend,— das Wort iſt zu alltäglich,— ſondern wegen Ihrer Bieder⸗ keit. Ihre Biederkeit, wie die meinige, Petrus, beruht auf feſten Grundſätzen, und wie der weiße Hermelin, den Bretagne zu ſeinem Wappen genommen hat, wür⸗ den Sie lieber ſterben, als befleckt ſein. Darum liebe
ich Sie, Petrus, darum ſage ich Ihnen: Wir dürfen
uns nicht mehr ſehen.“
„Regina!“ murmelte der junge Mann, indem er ſein Haupt neigte.
„Oh! nicht wahr, das iſt auch Ihr Gedanke?“
„Ja, gewiß, Regina,“ antwortete traurig der junge Mann, gerade durch dieſe Traurigkeit dem har⸗ ten Entſchluſſe der jungen Frau beipflichtend.„Das war mein Gedanke, doch nicht ſo unumſchränkt, als Sie ihn machen.“
„Oh! verſtehen wir uns wohl, Petrus. Wir dür⸗ fen uns nicht mehr ſehen, wie wir uns in dieſem Au⸗


