Teil eines Werkes 
19.-25. Bdchn (1856)
Entstehung
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der geraden Linie ab und erreichte das bezeichnete Vor⸗ gebirge.

Kaum hatte er ſeinen Fuß darauf geſetzt, als er ſeine Beine mit aller Macht von den Armen des Unbe⸗ kannten umſchlungen fühlte; dieſer küßte ihm die Füße zum Zeichen der Dankbarkeit und wiederholte ihm in allen Tonarten der Freude und des Glückes:

„Sie retten mir das Leben! Sie befreien mich vom Tode! Von dieſer Minute an bin ich Ihnen mit Leib und Seele ergeben!“

„Gut, gut.“ erwiederte Herr Jackal, welcher fühlte, daß ſich die dankbaren Hände des Unbekannten in die Gegend ſeiner Uhr verirrten.„Sagen Sie mir vor Allem, wie kommen Sie hierher, mein Freund?“

„Ich bin beraubt, ermordet und in dieſen Brunnen geworfen worden, mein lieber Herr.“

„Es iſt gut; laſſen Sie mich los.. Und ſeit wie lange ſind Sie hier?“

„Oh! Herr, die Zeit ſcheint ſehr lange in einer ſolchen Lage, und ſie haben mir meine Uhr genommen.

Uebrigens,“ fügte der Unbekannte bei,„wenn ſie mir

dieſelbe auch nicht genommen hätten, ich würde doch nicht genug ſehen, um die Stunde zu erkennen.“

„Was Sie da ſagen, iſt voll Verſtand,“ ſprach Herr Jackal.„Da Sie aber auf der meinigen nicht mehr ſehen würden, als auf der Ihrigen, ſo bitte ich Sie, dieſelbe ruhig da zu laſſen, wo ſie iſt.. oder wo ſie vielmehr nicht iſt, weil ich ſie ſo eben in Si⸗ cherheit gebracht habe.“

„Nun wohl, mein Herr,“ antwortete der Unbe⸗ kannte, ohne den beleidigenden Verdacht von Herrn Jackal im mindeſten übel zu nehmen,„es muß unge⸗ fähr halb zwei Uhr geweſen ſein, als ich ermordet wurde.“

„Und kennen Sie Ihre Mörder?“

„Ja, mein Herr, ich kenne ſie.“