Neunte Scene. Gille, allein.
Ah! nun, da ich allein bin, wollen wir im Frie⸗ den ſtudiren, was man mir in dieſem Briefe meldet. (r öffnet den Brief und lieſt.)„Ich habe die Ehre, Ihnen mitzutheilen, daß die Geſundheit von Benjamin, Ihrem dritten Enkel, völlig wiederhergeſtellt iſt. Er befindet ſich zur Stunde wie der Baum genannt Hagebuche; ich vermöchte meinen Gedanken nicht beſſer auszu⸗ drücken...“(Sich unterbrechend.) Das iſt ſeltſam! ich glaubte nie in meinem Leben Vater geweſen zu ſein; wie kommt es, daß ich Großpapa bin?... Gleich⸗ viel! es wird ſich vielleicht auftlären. Fahren wir fort.(Leſend.)„Wäre es nicht endlich Zeit, daß Sie Ihre Einwilligung zu einer Heirath geben würden, welche ſeit ſieben Jahren ohne Ihr Wiſſen vollzogen iſt, ich muß es Ihnen geſtehen, und ſollte dieſes Ge⸗ ſtändniß Ihre weißen Haare ausfallen machen. (Hört auf zu leſen. Gut! nun habe ich weiße Haare! Blaue, grüne, ſchwarze, gelbe voder rothe, von allen Farben, die man will; doch weiße,— dagegen prote⸗ tire ich! Laſſen wir uns indeſſen nicht entmuthigen! CLieſt weiter..„Iſt es nicht beklagenswerth, daß Sie Ihre Fräulein Tochter, während Sie wiſſen, daß ſie Mutter von drei Kindern iſt, an dieſen Einfaltspinſel Gille zu verheirathen gedenken?(Sich unterbre⸗ chend.) Von wem ſpricht er denn?(Ceſend.)„Ich er⸗ warte Ihre Antwort, indem ich Ihnen melde, daß ich
eine kleine Erbſchaft von zweihundert Livres Rente ge⸗ macht habe, die uns, Zirzabelle und mir, in einem
einander zu leben geſtatten gehend!— Ihr ergeben⸗ ) Nein, nein, es iſt nicht
beſcheidenen Wohlſtande mit wird. Antworten Sie mir ſter Leandre.“
luſt ſelle wel ſtor
kom ihre lich Ihn


