Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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er ſie am Abend vorher im Ecarté gewonnen.“ „Teufel!“ rief Salvator,„ein junger Maun, an

Ausgaben gewöhnt, wie es Herr Conrad war, kommt

nicht weit mit zweitauſend Franken.“

„Nun, da täuſchen Sie ſich, mein lieber Herr,“

erwiederte der Polizeimann;„wir halten das Auge auf dieſe ruinirten Familienſöhne, wie Protectoren der Ge⸗ ſellſchaft: mit dieſen zweitauſend Franken lebte er fünf⸗ zehn Monate, er ſuchte alle ehrlichen Mittel, um ſeinen Lebensunterhalt zu verdienen, als Muſiklehrer, als Zeich⸗ nungslehrer, als Lehrer im Engliſchen und im Franzö⸗ ſiſchen,— denn er war ſehr unterrichtet, der arme Junge!— doch nichts glückte ihm: er fand nirgends Beſchäftigung, ſo daß er eines Tags, bei meiner Treue, auf das Aeußerſte getrieben, wie es ſcheint, einſehend, daß es für ihn keine Möglichkeit mehr gab, zu leben, ohne ein unterhaltener Menſch, Dirnenwirth und Gauner zu werden, den Entſchluß faßte, mit dem Daſein ein Ende zu machen, eine Piſtole bei Lepage kaufte,— die Piſtole wurde von demjenigen, welcher ſie verkauft hatte, erkannt,— einen Gang nach den Tuilerien, den Champs⸗ Elyſée's und dem Bais unternahm, um von ſeinen alten Kameraden und ſeinen alten Geliebten Abſchied zu neh⸗ men, durch die Rue Saint⸗Honoré zurückkam, in die Kirche Saint⸗Roche eintrat, hier ſein Gebet verrichtete, ſich ſodann nach der Rue de Buffon begab, wo er ein beſcheidenes Stübchen hatte...

„Und was that er, als er in dieſem beſcheidenen Stübchen war,“ fragte Salvator. „Mein Gott, er that, was Colombau und Carme⸗ lite gethan haben. Er ſchrieb einen langen Brief, nicht an ſeine Freunde,— er hatte keine, oder wenigſtens ſeit dem Tage, wo er von ſeinem Oheim und von ſeinen Vettern aus dem Hotel der Rue du Bac weggejagt wor⸗

dieſe Gerechtigkeit widerfahren,— zweitauſend Franken mit, von denen er glaubte, ſie gehören wirklich ihm, da

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