ſie zu beargwohnen! Die arme Unſchuldige! Gott be⸗ hüte mich hievor!“
„Und dieſe zuſammengepreßten Lippen,“ ſagte Sal⸗ vator,„und dieſes harte Ange, und dieſe ſchlimme Phy⸗ ſiognomie?“
„Ich hatte ſie ſo in der Eutfernung geſehen; doch in der Nähe hat ſich Alles verändert: die Lippe iſt an⸗
muthig, das Auge ſtolz⸗ die Phyſiognomie würdig und
erhaben.“
Sodann, da ſich Juſtin nicht mit dieſer Apologie zu begnügen ſchien, weſche, nach der erſten von Herrn Jackal über Fräulein von Valgeneuſe ausgeſprochenen Meinung, ſeltſam erſcheinen konnte, ſagte er, während er ſich in ſeinen Wagen flüchtete:
„Beſuchen Sie mich, Herr Juſtin, beſuchen Sie mich binnen acht Tagen auf der Polizeipräfectur: wahr⸗ ſcheinlich werde ich Ihnen eine gute Kunde zu geben ha⸗ ben; ſogleich heute Abend, bei meiner Ankunft, werde ich alle meine Leute ins Feld rücken laſſen.“
„Kehren Sie nach Hauſe zurück, Juſtin,“ ſprach Salvator, dem armen Schulmeiſter herzlich die Hand drückend,„und ich übernehme es, Ihnen, ehe vierund⸗ zwanzig Stunden vergehen, zu ſagen, was Sie zu hoffen oder zu fürchten haben.“
Als er ſodann Herrn Jackal ſeinen Wagen
ſchließen ſah:
„Nun! Herr Jackal, was machen Sie denn? Sie
haben mich hierher gebracht, Sie müſſen mich wieder
zurückführen. neberdies,“ fügte er bei, während er bei Herrn Jackal Platz nahm, und den Wagenſchlag an ſich zog,„überdies habe ich mit Ihnen über die Valgeneuſe zu reden.“
„Nach Paris!“ rief Herr Jackal, der offenbar lieber den Weg ganz allein gemacht hätte.
Der Wagen ging in ſtarkem Trabe der Pferde ab.
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