Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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einer meiner Vorgänger, der ſelige Herr Latude bewie⸗ ſen; glücklicher Weiſe ſind aber dieſe Mittel nicht im Bereiche von Jedermann.“

Sodann, nachdem er ſeine Naſe wieder mit Tabak vollgeſtopft, ſagte Herr Jackal:

„Gehen wir in's Haus zurück, Madame.“

Und das Beiſpiel gebend, ging er, ohne ſich darum zu bekümmern, ob die Höflichkeit gebot, daß man die Andern vor ſich gehen ließ, zuerſt, blieb dann vor der Thüre von Mina ſtehen und ſagte:

„Sie müſſen einen doppelten Schlüſſel von jedem Zimmer haben, Madame?“

„Ja; doch das wird unnütz ſein, wenn die Thüre von innen verſchloſſen iſt.“

„Gleichviel, liebe Madame; gehen Sie immerhin.“

Madame Desmarets verſchwand einen Augenblick, und kam mit dem verlangten Schlüſſel zurück.

„Hier,“ ſagte ſie.

Herr Jackal ſteckte den Schlüſſel in's Schloß und verſuchte es, ihn ſich drehen zu machen.

„Der andere Schlüſſel iſt innen,“ ſagte er;„doch das Schloß iſt nicht doppelt geſchloſſen.“

Sodann wie zu ſich ſelbſt:

„Ein Beweis, daß die Thüre von außen geſchloſſen worden iſt.“

„Wenn aber der Riegel vorgeſchoben iſt,“ fragte Salvator,„wie konnten die Entführer, da ſie außen waren, den Riegel innen vorſchieben?“

„Man wird Ihnen das ſogleich zeigen, junger Mann; das iſt eine Erfindung von Gibaſſier, eine Er⸗ findung, der es der Burſche zu verdanken hatte, daß er nur zu fünf Jahren Galeeren verurtheilt wurde, ſtatt zu zehn: es war Rückfall, doch es war kein Einbruch. Laſ⸗ ſen Sie mir einen Schloſſer holen.“

Man ließ einen Schloſſer holen; dieſer kam mit ſeinem Brecheiſen und hob die Thüre auf.

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