Teil eines Werkes 
9.-12. Bdchn (1855)
Entstehung
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Sollte, einmal im Garten, ein einziger Menſch den Streich ausgeführt haben, und hätten die zwei Anderen gewartet?“

„Die Schuhe ſind von derſelben Breite und der⸗ ſelben Länge,“ ſagte Salvator;„doch ſie gehören nicht demſelben Fuße an.“

„Ah! ah! und woran ſehen Sie das?“

„An den Nägeln der Sohle, welche auf verſchiedene Art angebracht ſind.“

„Das iſt, bei meiner Treue, wahr!“ rief Herr Jackal;„von zwei zu zwei Schritten findet man einen Schuh mit Nägeln im Dreieck geſtellt. Einer von un⸗ ſeren Leuten iſt Freimaurer.“

Salvator erröthete leicht.

Herr Jackal ſah dieſe Röthe nicht, oder er wollte ſie nicht ſehen.“

„Ueberdies,“ fügte Salvator bei,„überdies hinkte einer von den zwei Männern mit dem rechten Fuße: der Schuh iſt, wie Sie ſehen können, auf dieſer Seite mehr übertreten, als auf der andern.“

„Das iſt abermals wahr,“ erwiederte Herr Jackal. „Sind Sie vom Handwerk geweſen?“

„Nein; ich bin oder ich war vielmehr einſt Jäger.“

„St!“ machte Herr Jackal.

„Was?“ fragte Salvator.

„Hier iſt eine dritte Spur... Ah! ein ganz eigenthümlicher Fuß, der keine Aehnlichkeit mit den platten Füßen hat, die wir ſo eben nnterſucht; der wahre Fuß eines Weltmannes, eines Ariſtokraten, eines vornehmen Herrn oder eines Abbé.“

„Eines vornehmen Herrn, Herr Jackal!“

„Warum beſtehen Sie auf dem vornehmen Herrn? Ich würde ſehr gern bei dieſer Sache einen Abbé tref⸗ fen,“ bemerkte der Voltairianer, Herr Jackal.

„Sie werden den Schmerz haben, dies nicht zu finden.“

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