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„„Sie haben alſo Geheimniſſe für mich?““ be⸗ merkte ſie.
„„Nein; doch die Geheimniſſe von Herrn Sarranti gehören ihm und nicht mir.““
„„Mit Ihrer Erlanbniß, Herr Gérard, die Geheim⸗ niſſe von Herrn Sarranti werden Ihnen gehören, oder er wird ſie behalten.““
„Und bei dieſen Worten, ſtatt abzugehen, trat ſie in ein Ankleidecabinet, von dem aus man Alles, was in meinem Zimmer geſagt wurde, hören konnte, und ſchloß ſich mit dem Schlüſſel ein. Kaum war ſie hier einge⸗ ſchloſſen, als die Thüre des Corridors ſich öffnete und Ihr Vater eintrat. Ich hätte ihn in ein anderes Zim⸗ mer, in eine einſame Allee des Parkes, mitten auf eine Wieſe führen können, müſſen; doch ich hatte bange vor dem, was zwiſchen Orſola und mir vorfallen würde, wenn wir uns wieder unter vier Augen fänden. Als mich Herr Sarranti fragte:
„„Sind wir allein, und kann ich in vollem Vertrauen reden?““
„Da antwortete ich auch ohne Zögern:
„„Wir ſind allein, mein Freund, und Sie können ſprechen.““
Ehe er fortfuhr, wandte ſich Herr Gérard gegen den Mönch um und fragte:
„Wiſſen Sie, was mir Ihr Vater zu ſagen hatte, und ſoll ich es Ihnen wiederholen?“
„Ich weiß es nicht,“ erwiederte Dominique.„Als mein Vater Frankreich verließ, war ich im Seminar; er hatte nicht Zeit, zu mir zu kommen, um von mir Ab⸗ ſchied zu nehmen. Seitdem habe ich von ihm einen Brief datirt von Lahore erhalten; doch ſein einziger Zweck war, mich über ſeine Geſundheit zu beruhigen und mir eine Geldſumme zu ſchicken, von der er dachte, ich könnte ſie nöthig haben.“
„Ich will Ihnen alſo ſagen,“ ſprach der Sterbende,
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