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An demſelben Abend, als ſie ſah, daß die Kleine nichts ſagen wollte, zeigte ihr die Brocante in der Hoff⸗ nung, ſie werde am andern Tage ein wenig geſchwätziger ſein, eine Art von Bett, auf dem ein Kind lag, das ein paar Jahre älter als ſie, und hieß ſie bei dem Kinde Platz nehmen.
Doch ſie weigerte ſich hartnäckig: die Farbe der Matratze, der Schmutz der Decke widerſtrebten der Klei⸗ nen, welche ihre feine Wäſche und der elegante Schnitt ihres Kleides als einer reichen Familie angehörend be⸗ zeichneten.
Sie nahm einen Stuhl, lehnte ihn an die Wand an, ſetzte ſich darauf und ſagte, ſie werde ſo ſehr gut ſein.
Sie brachte die Nacht wirklich auf dieſem Stuhle zu.
Bei Tagesanbruch entſchlief ſie aber.
Gegen ſechs Uhr Morgens, während das Kind ſchlief, ſtand die Brocante auf und verließ das Haus.
Sie ging nach der Rue Neuve⸗Saint⸗Médard, um vollſtändigen Anzug für das kleine Mädchen zu kaufen.
Die Rue Neuve⸗Saint⸗Médard iſt der Temple des Quartier Saint⸗Jacques.
Dieſer vollſtändige Anzug beſtand aus einem Kleide von blauem Baumwollenzeug mit weißen Tüpfeln, einem gelben Halstuche mit rothen Blumen, einer Kinderhanbe, zwei Paar wollenen Strümpfen und einem Paar Schuhe.
Das Ganze hatte ſieben Franken gekoſtet.
Die Brocante hoffte wohl die Verlaſſenſchaft des kleinen Mädchens um die vierfache Summe zu verkaufen.
Eine Stunde nachher kam ſie mit ihrem Einkaufe zurück; ſie fand die Kleine immer noch auf ihrem Stroh⸗ ſtuhle gekauert und allen Lockungen widerſtehend, die ihr Babolin machte, um ſie zu beſtimmen, mit ihm zu ſpielen.
Als ſich der Schlüſſel im Schloſſe drehte, zitterte


