Teil eines Werkes 
5.-8. Bdchn (1855)
Entstehung
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XXIX.

Reſignation.

Die Troſtloſe, wie die ſchöne Suſanne von Valge⸗ neuſe ihre Freundin nannte, ließ ein Herz zurück, wel⸗ ches nicht minder troſtlos, als das ihre.

Dieſes Herz war das von Juſtin.

Wir täuſchen uns: wir müßten ſagen Herzen.

Dieſe Herzen waren die von Juſtin, von ſeiner Mutter, von Schweſter Céleſte, vom guten Profeſſor und vom Pfarrer der Bouille, der nicht wußte, was er Schlimmes that und ſich in der Einfalt ſeiner Seele für einen Boten der Freude hielt, während er im Ge⸗ gentheil ein Bote der Schmerzen war.

Doch diejenige, welche von Allen am meiſten ge⸗ litten, denn ſie hatte für ſich und ihren Sohn gelitten, war die Mutter.

Sie, die am Anfang ſo ſtark, war am Ende ge⸗ lähmt geweſen.

Vor dem Abſchied war ſie, ohne ein Wort zu ſagen, ohne einen Schrei von ſich zu geben, ohne eine Thräne zu vergießen, unmerklich ohnmächtig geworden.

Keiner von dieſen egoiſtiſchen ünglücklichen hatte ihre Ohnmacht bemerkt.

Derjenige, welcher es bemerkte, weil es ihm ſchien, als ränge ein Theil ſeines Herzens mit dem Tode, war Juſtin.

Die Mohicaner von Paris. I. 1