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dramatiſcher war als ſelbſt der Tod Vecchi's ge⸗ weſen wäre. Dieſelbe Kanonenkugel die ihn be⸗ graben, hatte an der Mauer angeſchlagen und im Rückprall einem jungen Soldaten die Lenden zerſchmettert. Der junge Soldat hatte, als man ihn auf eine Tragbahre gelegt, die Arme über ſeiner Bruſt gekreuzt, die Augen zum Himmel aufgeſchlagen und ſeinen lezten Seußzer ausge⸗ haucht.
Man wollte ihn eben ins Lazareth tragen, als ein Offizier ſich auf den Leichnam ſtürzte und ihn mit Küſſen bedeckte.
Dieſer Offizier war Parzio, der junge Sol⸗ dat war Colomba Antvnietti, ſeine Frau, die ihn nach Velletri begleitet und am 3. Juni an ſeiner Seite gefochten hatte.
Dieß erinneit mich an meine arme Anita, die ebenfalls mitten im Feuer ſo ruhig war, und die ich nothgedrungen in Rieti zurückgelaſſen hatte.
Sie war ſchwanger, und nur im Hinblick auf das Kind das ſie unter ihrem Herzen trug, hatte ich ſie beſtimmen können in eine Trennung von mir zu willigen.
Am 7. ruhten die Waffen auf beiden Seiten: es war Frohnleichnamstag.
Am 9. commandirte ich einen großen Aus⸗ fall um die Franzoſen in ihren vorgerückten Ar⸗ beiten zu unterbrechen, die bereits bis zur zwei⸗ ten Baſtei links gingen; zu dieſem Geſchäft wur⸗ den die Zollſoldaten und ein Bataillon vom 5. Regiment berufen.


