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Lande verbreitet iſt und nur ſchlechte Hütten be⸗ ſitzt, nimmt in dieſer Vereinzelung, in dieſen Ent⸗ behrungen und Entfernungen einen düſtern, unge⸗ ſelligen, ſtreitſüchtigen Character an. Ihre Nei⸗ gungen gehen auf den wilden Indianer der Gren⸗ zen zurück, mit dem ſie einen Handel in Straußen⸗ federn, Roßdecken und Lanzenſchäften treibt, lauter Erzeugniſſen von Ländern die den Eurvpäern un⸗ bekannt ſind und gegen Branntwein und Tabak ausgetauſcht werden. Der Indianer nimmt Tabak und Branntwein in jene großen Ebenen der Pam⸗ pas mit, deren Namen er ſich angeeignet oder denen er vielleicht den ſeinigen gegeben hat.
Die Bevölkerung von Montevidev dagegen bewohnt ein ſchönes Land das von Flüſſen und Thälern durchſchnitten iſt. Sie hat aller⸗ dings nicht große unermeßliche Wälder wie Nord⸗ america, aber in jedem ihrer Thäler hat ſie Bäche die von dem Quebracho mit der Eiſenrinde, von dem Ubajai mit der goldenen Frucht und von dem Sanet mit dem reichen Aſtwerk beſchattet werden. Ueberdieß wohnt und lebt ſie gut. Ihre Häuſer, Mühlen und Pachthöfe ſtehen nahe bei⸗ ſammen, und ihr offener gaſtlicher Character iſt der Civiliſativn zugeneigt, deren Parfüm ihr durch die Nähe des Meeres auf den Flügeln des Win⸗ des zugetragen wird der aus Europa weht.
Für die Bevölkerung von Buenos⸗Ahres iſt der Indianer zu Pferd der Typus der Vollkom⸗ menheit.
Garibaldi. II. 2


