Teil eines Werkes 
2. Bd. (1860)
Entstehung
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heiten begreiflich zu machen die zwiſchen den Por⸗ tenos und den Leuten vom Oſten beſtehen.

Der Mann von Buenos⸗Ayres, der in der Perſon ſeines Ahnherrn ſeit dreihundert Jahren im Lande wohnt, hat ſchon am Ende des erſten Jahrhunderts ſeiner Verſezung nach America alle Ueberlieferungen des Mutterlandes, d. h. Spa⸗ niens, verloren; ſeine Intereſſen wurzeln im Boden, ſein ganzes Leben knüpft ſich an denſel⸗ ben; die Bewohner von Buenos⸗Ayres ſind heut zu Tage beinahe eben ſo gut Americaner wie die Indianer die von ihnen aus dem Lande gejagt wurden.

Der Montevideaner dagegen, der wohl⸗ verſtanden ebenfalls in der Perſon ſeines Ahn⸗ herrn ſeit kaum einem Jahrhundert in dem Lande wohnt, hat noch nicht vergeſſen können daß er der Sohn, Enkel und Urenkel des Spaniers iſt. Er iſt ſich zwar ſeiner neuen Nationalität bewußt, hat aber die Ueberlieferungen vom alten Europa nicht vergeſſen und neigt ſich aus Drang zur Civiliſation zu demſelben hin, während der Landbewohner von Buenos⸗Ayres ſich tagtäglich von ihm entfernt um in die Barbarei zurückzu⸗ kehren.

Auch das Land iſt nicht ohne Einfluß auf die rückgängige Bewegung von der einen und die fortſchreitende von der andern Seite.

Die Bevblkerung von Buenos⸗Ayres, die über

unermeßliche Haiden mit weitaus einander ſtehen⸗ den Wohnungen, in einem waſſerloſen, holzarmen