Teil eines Werkes 
1. Bd. (1860)
Entstehung
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nehmende Schrecken ſeine Macht befeſtigt hatte, mit fünfzig, und zulezt fühlte er ſich dermaßen als Herr, daß er allein erſchien, ganz allein ſeine Befehle ertheilte und ſeine Forderungen kund⸗ that, als ſtände ſein ganzer Stamm hinter ihm und wäre bereit die Stadt mit Feuer und Schwert zu verheeren.

Auzani hatte viel von dieſem Eiſenfreſſer vernommen und Alles was man von ihm er⸗ zählte angehört, ohne ſeine Anſicht über die Kühn⸗ heit des wilden Häuptlings und den Schrecken den er durch ſein troziges Weſen einflößte im Mindeſten zu äußern.

Dieſer Schrecken war ſo groß, daß, wenn der Ruf erſcholl:; der Häuptling des Mattos iſt da! alle Fenſter verſchloſſen, alle Thüren verriegelt wurden, gleich als hätte man vor einem tollen Hunde gewarnt. Der Indianer war an dieſe Zeichen des Entſezens gewöhnt und ſie ſchmei⸗ chelten ſeinem Hochmuth. Er wählte die Thüre die ihm am beſten zuſagte, klopfte, und wenn ſie geöffnet wurde, was immmer mit der Schnellig⸗ keit der Angſt geſchah, ſo konnte er das ganze Haus plündern, ohne daß der Herr, die Nach⸗ barn oder ſonſtige Bewohner ſich's einfallen ließen ſeinen Rückzug zu beunruhigen.

Nun dirigirte Auzani ſeit zwei Monaten das Handelshaus, in dem größten Artikel wie in den kleinſten Details, zur großen Zufriedenheit ſei⸗ ner beiden Principale, als der Schreckensruf erſcholl:

Der Häuptling der Mattos!